In diesem Beitrag stelle ich das Bindematerial ORGANZA – Band vor, wie man es vorbereitet und verarbeitet, wo es überall Einsatz finden kann und mir Fliegen aus diesem Material immer wieder tolle Erfolge bescheren, egal ob Weißfisch wie Nase, Barbe, Aitel, Rotauge, ..... oder Forelle und Äsche.
Ich verwende nur einfärbige Organza-Bänder in 3mm und 6mm Breite aus sehr transparentem und schillerndem Gewebe (synthetische Längs- und Querfasern) mit Webkanten. Absolut ungeeignet sind Satinbänder und Bänder mit eingearbeiteter Drahtkante. Die Organza-Fasern funkeln – speziell im Wasser je nach Lichteinfall - sehr subtil, reflektieren Licht, schimmern und sind durchscheinend.

(Band stark vergrößert)
Vor allem bleiben die Farben permanent erhalten und die Fasern nutzen sich nicht ab.

Auch sind viele spannende Farben günstig erhältlich (Internet), die sich auch hervorragend kombinieren lassen.
Zur Bearbeitung werden eine scharfe Haushaltsschere (mit einer Schnittlänge von 10cm), eine Bindeschere und eine Dubbingnadel oder Stecknadel benötigt und damit eröffnet sich ein kreativen Einsatz dieser Bänder in einer Vielzahl von Verwendungsbereichen.

Aus den 6mm/3mm Bänder kann folgendes gemacht werden:
- „stacheliger“ Körper (auch mehrere farblich unterschiedliche Segmente oder 2 Farben gemischt)
- Flügel
- Flügelscheiden
- Beinchen
- Rückenpanzer Gammarus
- Wurm-Imitationen
- Hot Spots
- Insektenaugen-Maske
Aus breiteren Organza-Bänder (20mm) können:
- Hechelersatz für Nassfliegen
- Kleinstreamer-Imitationen (Baitfische) entstehen.
Aus breiteren Organza-Bänder (20mm) können:
- Hechelersatz für Nassfliegen
- Kleinstreamer-Imitationen (Baitfische) entstehen.
Die herausgetrennten Längsfasern sind verwendbar für:
- Schwanzfäden
- Dubbingergänzung
- Spentflügel.
Die abgetrennten Webkanten eignen sich für:
- Körperrippung
- Hot Spots
- Körper.
Verbindung mehreren Farben erzeugt zusätzliche Attraktivität und hervorragende Segmentwirkung bei Körperabschnitten. Auch in Kombinationen mit anderem Bindematerial ist es hervorragend geeignet. Hellfarbige Organza-Bänder können mit wasserfesten Permanent Markern reizvoll schattiert werden aber auch nachträglich eingefärbt werden (Körpersegmente / Schwanzfibern).- Schwanzfäden
- Dubbingergänzung
- Spentflügel.
Die abgetrennten Webkanten eignen sich für:
- Körperrippung
- Hot Spots
- Körper.

So wird das Organza-Band in 5 Schritten (für einen Nymphen-Körper) verarbeitet:
Schritt 1
Vom Organza-Band mit einer scharfen Haushaltsschere ca. 9 -10cm abschneiden.

Schritt 2
Dann mit dieser Haushaltsschere (!) in der Länge das Organza-Band auseinander schneiden wie die Länge der Querfasern benötigt wird, damit wird auch die Fülle / Aussehen des Körpers definiert.

Schritt 3
Die Längsfasern lassen sich besser heraus trennen, wenn das Organza-Band an einem Ende schräg angeschnitten wird.

Schritt 4
Mit einer Dubbingnadel oder einer anderen feinen Nadel (Stecknadel) werden nun die einzelnen Längsfasern Schritt für Schritt aus dem Organza-Band heraus getrennt und mit den Fingern dann seitlich herausgezogen.


Nie mehr als 3-5 Längsfasern gemeinsam heraustrennen, sonst verkanten sich die Fasern sehr leicht beim seitlichen Herausziehen.
Schritt 5
Nun mit der Bindeschere die Querfasern entlang der Webkante entfernen und zwar so weit wie der
Hakenschaft ca. lang ist.

Diese so freigelegte Webkante wird dann am Hakenschaft mit dem Bindefaden fixiert.
Fazit:
Organza-Bänder lassen sich schnell und einfach vorbereiten, einbinden und erlauben ein hohes Maß an Kreativität, jedoch ist etwas Übung und Fingerfertigkeit gefragt, wenn es um das Abschneiden der Webkanten, bzw. um das Abschneiden der Querfasern in der passenden Länge und dem Heraustrennen der Längsfasern geht.
Organza-Bänder lassen sich schnell und einfach vorbereiten, einbinden und erlauben ein hohes Maß an Kreativität, jedoch ist etwas Übung und Fingerfertigkeit gefragt, wenn es um das Abschneiden der Webkanten, bzw. um das Abschneiden der Querfasern in der passenden Länge und dem Heraustrennen der Längsfasern geht.