TECHNIK - TENKARA AUSTRIA

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ALLGEMEINES

Die nachfolgenden Beschreibungen in den einzelnen Bereichen
sollen helfen, dass Gesamtkonzept TENKARA in den Grundzügen
zu verstehen.

Ich muss aber anmerken, dass abhängig von Setup (Rute / Line)
und Einsatz von Fliege (Trockenfliege, Nassfliege, Nymphe leicht,
Nymphe schwer, Nymphe sehr schwer, Streamer,..) sich vorallem
beim Werfen und bei der Präsentionen andere Abläufe ergeben
und man sich nicht stur in den Grundlagen verfangen darf, sondern
auf das Feeling und den richtigen Rhythmus achten muss, der die
Rute richtig auflädt, die Fliege passend an das Ziel transportiert und
ihr das verführerische Spiel schenkt.

WERFEN

Die  traditionelle Handhaltung (möglichst kurz vor dem Ende des
Griffes) ist geprägt duch den nach vorne liegende Zeigefinger.
So wird die Rute zum Präzisionswerkzeug mit voller Kontrolle über
Line und Fliege.


Gegenüber der Fliegenfischer-Technik geht die Wurfbewegung (Radius)
bei der Tenkara-
Technik in der Regel von 10 bis 12 Uhr, das Handgelenk
wird mehr
in die Wurfbewegung einbezogen und der Arm näher am
Körper gehalten.

Die Stopps bei den Rück- als auch bei den Vorwärtswürfen müssen
gut ausgeführt werden, damit sich die Line / Rute auflädt.
   
Gleich nach dem Vorwärtsstopp die Rute leicht senken, damit die
Fliege sanft präsentiert wird.

Die wichtigsten Tipps !

Den Wurf-Arm eng am Körper halten, denn das:
- vermeidet schnelle Ermüdung
- gibt bessere Kontrolle der Rute

Beim Rückwurf:   
Den Arm leicht hochnehmen, mit einer Rückwärtsbewegung die
Line / Rute  aufladen und am Schluss das Handgelenk ganz leicht
knicken.

Beim Vorwärtswurf:
Den Arm wieder leicht nach unten nehmen und am Schluss das
Handgelenk
wieder leicht knicken, damit sich die Rute entladen
kann.


PRÄSENTATION

Die Line ist weg vom Wasser und Rute – Line bilden ein Dreieck.


BELEBUNG DER FLIEGE

Die nach vorne gerichteten Hecheln werden durch leichtes
Zupfen/Rucken der Stange oder Klopfen mit dem Zeigefinger
auf den Rutengriff zum „Pulsen“ gebracht.


DEN FISCH DRILLEN

Die langen, extrem flexiblen und kräftigen Ruten federn die
Fluchten ab und ermöglichen es, den Fisch gezielt zu führen.
Ich vergleiche das immer mit einem Hund an der langen Schlepp-
leine. Wenn der Hund merkt, es geht nicht mehr weiter, dann
beginnt er seitlich hin und her zu laufen.
Dieses Prinzip lässt sich durchaus auf das Fischen mit einer
fixen Leinenlänge übertragen – und funktioniert auch.  Auch arbeite
ich NIE gegen den ziehenden Fisch sondern „ziehe“ ihn in die
Richtung, in die er schwimmt.
Das irritiert den Fisch und er ändert
seine Richtung. Durch Umlegen der
Rute reagiere ich und arbeite
wieder in seine Fluchtrichtung.  
Es ist auch festzustellen, dass die
Fische nach dem Biss sehr oft von Oberfläche oder Mittelwasser
in Richtung Gewässerboden flüchten, die Ruten die Fische aber auf
ihrem Weg zum Grund regelrecht „aushebeln“ und so auch gewaltig
aus dem Konzept bringen.
 

Für den Drill sind folgende Regeln zu beachten:

Rute darf schon beim Anhieb nicht unter der 10 Uhr Stellung sein !
Damit lässt sich fast das ganze Kraftpotential der Rute vom ersten
Augenblick an den Fisch übertragen.

Beim Drill ebenfalls niemals die Rute unter diese 10 Uhr Stellung
ziehen lassen. Noch besser ist, wenn die Rute zwischen 11 Uhr
und 12 Uhr „eingerastet“ wird.

Ellbogen beim Drill immer körpernahe halten und die freie Hand
ca. 3-4 Handbreiten oberhalb des Griffes als Widerlager anlegen,
aber nicht umgreifen.
 
Darauf achten, dass nicht gegen den Fisch gearbeitet wird, sondern
mit der oben beschrieben Technik der „Schleppleine“ der Fisch
geführt wird.
 
Und … NEVER EVER … die Rute ins Wasser werfen und warten wie
der Fisch reagiert und sich dann,
wenn er sich beruhigt hat, sich die
Rute wieder zu schnappen und den Drill erneut zu beginnen.

Man kann auf die enorme Flexibiltät und das kräftige Rückgrat
von Tenkara Ruten vertrauen.
DEN FISCH LANDEN

Schritt 1
Rute nach hinten kippen - damit der gehakte Fisch näher kommt.

Schritt 2
Line nun greifen und je nach Länge die Line von Hand einziehen.

Schritt 3
Line griffnahe fixieren.

Schritt 4
Den Fisch keschern oder mit der nassen Hand greifen.
HILFE / SUPPORT
Vortrag
Created by Bernhard "Tenkarix" Niedermar / © Tenkara Austria 2014-2019. All rights reserved.
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